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Trommelsägen von Binderberger, Kretzer und Unterreiner im Test

Brennholz-Profis setzen immer öfter auf Trommelsägen. Nicht ohne Grund, denn diese neuen Geräte bieten viele Vorteile: hohe Leistung, einfache Bedienung und ein minimales Verletzungsrisiko. – Wir haben die Sägen von Binderberger, Kretzer und Unterreiner in der Praxis getestet.


Unterreiner Quatromat Kombi SAT 4-700
Unterreiner Quatromat Kombi SAT 4-700
Brennholz schneiden ist anstrengend und gefährlich. Immer wieder passieren schwere Unfälle. Mit herkömmlicher Technik wie z.B. einer Wipp-Kreissäge kann man maximal zwei bis drei Stunden konzentriert arbeiten. Danach steigt die Verletzungsgefahr stark an. Trommelsägen haben einen großen Sicherheitsvorteil. Mit ihnen lässt sich klein gespaltenes Holz gefahrlos zu ofenfertigen Scheiten schneiden.

Mehr Leistung, höhere Kosten
Trommelsägen sind aufwändiger, größer, schwerer und teurer als herkömmliche Kreissägen. Sie leisten unter gleichen Voraussetzungen aber auch etwa das Dreifache. Für die Mehrleistung einer Trommelsäge muss man auch tiefer in die Tasche greifen: Je nach Anbieter, Antrieb und Ausstattung sind dafür zwischen 12.000 und 18.000 Euro zu berappen. Einfache Wipp-Kreissägen ohne Förderband hingegen kosten nur 1.200 bis 2.500 Euro. Mit Förderband steigt aber auch hier der Preis auf 4.000 bis 7.000 Euro.

Kretzer Rotomat 4 L Vario
Kretzer Rotomat 4 L Vario
Voraussetzungen für hohe Leistung
Sowohl bei der Trommelsäge als auch bei der Wipp-Kreissäge hängt die Leistung stark von den Gegebenheiten und der Vorbereitung ab: Liegen die Scheite gebündelt in Griffnähe, kann man eine Trommelsäge auch alleine gut auslasten. Für die volle Leistung braucht man meistens eine zweite Person, die für Holznachschub sorgt. Unterreiner hat rechts von der Trommel eine kleine Holzablage in den Schutzbügel integriert. Dieses praktische Detail sorgt für einen kontinuierlichen Arbeitsfluss und steigert die Leistung. Auch am Schutzbügel von Binderberger kann man zwei bis drei Scheite ablegen.

Für Kaminofen und Küchenherd
Eine Trommelsäge eignet sich ideal für klein gespaltenes Holz. Begrenzender Faktor sind die Öffnungen in der Trommel. Die Form und die Größe variierten bei unseren Testkandidaten nur geringfügig. Laut Hersteller darf pro Schacht nur ein Scheit eingelegt werden. Zwei kleine Scheite, die vielleicht Platz hätten, könnten sich verklemmen. Probleme mit dem Nachrutschen im Schacht gibt es auch bei krummen oder astigen Scheiten. Hier ist die Wipp-Kreissäge einer Trommelsäge überlegen. Da man in der Praxis nicht immer „schönes“ Holz hat, ist häufig eine zweite Säge notwendig. Etwas längere Scheite sind auch für die Trommelsäge kein Problem, solange sie nachrutschen.
Eine Verwertung der Sägespäne ist nur sehr bedingt möglich. Auf Grund des starken Luftstroms werden sie stark verblasen. Moderne Stückholzheizungen mit Zwangsbelüftung werden heute meist mit größeren Scheiten befeuert. Für solch grob gespaltenes Holz ist eine Trommelsäge nicht geeignet.

Binderberger Rotomatic EZ
Binderberger Rotomatic EZ
Arbeiten mit der Trommelsäge
Der Arbeitsablauf sollte so organisiert sein, dass der „Beschicker“ die Holzscheite von beiden Seiten in die Schächte einlegen kann. Dabei ist wichtig, dass die Bedienperson die Trommelsteuerung (vorwärts – neutral – rückwärts) in jedem Fall gut erreichen kann. Ist der obere Rand der Schächte abgerundet oder abgeschrägt, lassen sich faserige Scheite leichter einlegen. Eine glatte Oberfläche verbessert das Nachrutschen.
Die Schnittlänge bestimmt man durch den Abstand vom Sägeblatt zum Trommelboden. Dabei ist zu beachten, dass die mehrteilige Trommel sicher nach unten rutscht. Holzspäne können die Trommelringe verklemmen. Wenn der unterste Ring nicht bis zur Bodenplatte reicht, können sich Holzstücke querlegen und den Auswurf verstopfen. Das Teleskop-Förderband wird bei allen Modellen mit Schwerkraft eingefahren. Das ist nicht immer ganz einfach: Kleine Späne verklemmen die Profilbleche.
Ganz problemlos ist keine der getesteten Trommelsägen. Es kann immer wieder zu kleinen Störungen durch Späne oder verklemmte Holzstücke im Trommelbereich oder beim Förderband kommen. Durch richtiges Aufstellen und Einstellen der Maschine lassen sich viele Probleme auf ein Minimum reduzieren. Details dazu sowie alle Testergebnisse mit den Stärken und Schwächen der Testkandidaten lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 09/2017.

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